Tag 10: Fahrt von Ballaculish zur Isle of Skye

/// Fotoausrüstung: Canon EOS 70D, Canon 18-135mm 3,5-5,6 Weitwinkel-Telezoom; Canon 10-18mm 4,5-5,6 UltraweitwinkelErsatzakku; 128GB 80mb/s Speicherkarte ///

Die 230km lange Fahrt von Ballaculish nach Staffin, Isle of Skye, führt uns wiederrum vorbei an Hochebenen, malerischen Tälern am Rande des Berges Sgurr Fhuaran mit Wasserfällen und dem Eilean Donan Castle, an welchem wir einen längeren Stopp einlegen.

Grüne Landschaft in den Highlands, Langzeitbelichtung
Grüne Landschaft in den Highlands, Langzeitbelichtung

Auch heute ist der Tag schottlandtypisch sehr regnerisch. Leider ist bei unserer Ankunft an der Burg gerade Ebbe, dementsprechend befindet sich die altertümliche Burg nicht im Wasser. Trotzdem bietet die Burg und der Loch Duich eine imposante Atmosphäre. Auch hier sind sehr viele Besucher anwesend, was einem Fan vom ‚ruhigem Schottland‘ nicht unbedingt gefallen wird. Trotzdem besichtigen wir die Burg, sehen uns die prunkvollen Säle und Schlafgemächer, in den u.a. die Mackenzies, die Macrae und Maclennanund  lebten an und besteigen die Außenmauern der Burg. Anschließend genehmigen wir uns einen Imbiss im dazugehörigen Restaurant und besuchen den Giftshop, in welchem ich mir meine erste schottische Mütze zulege.

Eilean Donan Castle, Highlands
Eilean Donan Castle, Highlands
Regen & neues Cappy
Regen & neues Cappy

Wenige Autominuten weiter erreichen wir die Brücke welche die Isle of Skye mit dem Festland verbindet. Das regnerische Wetter hat sich mittlerweile zu einem regelrechten Orkan entwickelt, später erfahren wir, dass die Windwarnstufe ‚Yellow‘ mit Böhen bis zu 90km/h ausgerufen wurde. Die größte Stadt auf Skye, Portree, ist nach ca. 20 Meilen erreicht. Unser Weg führt uns weiter an die Staffin-Bay, welcher zum Teil aus den bekannten Single-Track-Roads besteht. Dies sind einspurige Straßen mit Ausweichen für entgegenkommenden Verkehr.

Nachdem unsere vorhandenen Navigationssysteme die Adresse unseres Cottages natürlich nicht kennen und auch wie gewöhnlich keine Internetverbindung besteht, fahren wir auf gut Glück und mit der vorhandenen Wegbeschreibung des Buchungsportals nach Staffin. Und siehe da, wie finden unser Cottage, das 3 Breckery, auf Anhieb. Das Cottage, gelegen auf einem verlassenen Hügel, ist nur durch eine einspurige Straße zu erreichen, welche zwischen Schaf- und Rinderherden hindurchführt. Die nächsten Nachbarn sind gut 250m entfernt – wir sind mutterseelenallein. Die Aussicht ist fantastisch. Bei gutem Wetter ist das etwa 1km weit entfernte Meer sowie der Old Man of Storr, eine beeindruckende Felsformation, zu sehen. Allerdings hält der Orkan an und wir sind bis auf die Knochen nass, bevor wir unsere Habseligkeiten vom Auto ins Cottage schaffen können. Das aggressive Pfeifen des Windes ist im ganzen Haus zu hören.  Das Cottage ist wie üblich zweistöckig und sehr rustikal eingerichtet.

Cottage auf der Ilse of Skye
Cottage auf der Ilse of Skye
Aussicht vom Cottage 3 Breckery, Staffin, Skye
Aussicht vom Cottage 3 Breckery, Staffin, Skye

Da es in Staffin keine bzw. nur kleine und geschlossene Lebensmittelgeschäfte gibt, beschließen wir, nochmal nach Portree zu fahren um dort einzukaufen. Nach etwa eineinhalb Stunden sind wir zurück am Cottage und gönnen uns Sandwiches, Pizza und ein Glas ‚The Famous Grouse‘. Wir sind auf Skye angekommen.

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Tag 11: Ein windiger Tag in der Staffin Bay

/// Fotoausrüstung: Canon EOS 70D, Canon 18-135mm 3,5-5,6 Weitwinkel-Telezoom; Canon 10-18mm 4,5-5,6 Ultraweitwinkel; Mittleres Stativ (Manfrotto Compact); ND bzw. Graufilter, 1000x, 67mmErsatzakku; 128GB 80mb/s Speicherkarte ///

Der Orkan mit Windwarnung ‚yellow‘ hält bis in die Mittagsstunden an. Wir schlafen lange und machen es uns im Cottage gemütlich. Allerdings keimt in uns der Tatendrang auf, nun endlich die Umgebung zu erkunden – trotz 90km/h Sturmböen und Regen. Ich drehe, eingepackt in 3 Jacken und Regenschutz, eine Runde ums Haus. Nach geschätzten 30 Sekunden komme ich aber wieder zurück, inklusive klatschnasser Hose und Kamera – zum Glück ist meine 70D zumindest spritzwasserfest. Der Regen kommt nicht von oben, sondern seitlich. Der Wind ist so stark, dass es einem schwer fällt, dagegen anzugehen. Trotzdem packen wir unsere Sachen und fahren zu den nahegelegenen Mealtfalls, welche über die Steilklippen des Kilt Rocks direkt ins Meer fließt. Bereits beim Öffnen der Autotür wird uns diese aus den Fingern gerissen. Andere Besuchern der Wasserfälle ergeht es ähnlich. Dem Pärchen im Wagen neben uns wird nach Öffnen des Kofferraums eine Jacke einige hundert Meter weit verweht – zum Glück nicht über die Klippen hinab ins Meer. Die Kulisse ist toll. Die etwa 90 Meter hohen Mealtfalls sind über einen Aussichtspunkt einsehbar, welcher zum Glück über ein Geländer verfügt – andernfalls wäre es heute zu gefährlich, da uns der Wind nicht nur einmal ans Geländer klatschen lässt. Nach einigen Minuten beginnt es wieder zu regnen, woraufhin wir uns zurück zum Auto flüchten.

Mealt Falls, Ilse of Skye
Mealt Falls, Ilse of Skye

Unser weiterer Weg führt uns an den Strand der Staffin Bay, welcher allerdings wetterbedingt nicht so eindrucksvoll ist, wie er wohl sein könnte. Anschließend fahren wir die Straße weiter nach Norden und fotografieren Schafe, Briefkästen und englische Telefonzellen.

Einsame Telefonzelle in der Staffin Bay, Isle of Skye
Einsame Telefonzelle in der Staffin Bay, Isle of Skye

/// Fototipp: Gerade beim schottischem Wetter ist es gut, sein Equipment vor Regen zu schützen. Ist die Kamera nicht spritzwasserfest, hilft beispielsweise eine Plastiktüte. Darüber hinaus würde ich immer einige saugfähige Tücher mitnehmen, da sich oft Wassertropfen auf den Linsen der Objektiven wiederfinden. ///

Gegen Abend kehren wir in unser Cottage zurück und unternehmen einen kleinen Spaziergang, bei welchem mittels ND-Filter und Langzeitbelichtung tolle Fotos vom Cottage und von vorbeiziehenden Wolken entstehen. Die Schwierigkeit hierbei ist es, windgeschützte Plätze zu finden, um die Langzeitbelichtung ohne Wackeln durchzuführen – denn die Windböen sind so stark, dass sie meine 3kg schwere Ausrüstung ins Wanken bringen.

Langzeitbelichtung für Verwischungseffekt, F16, ISO 100, 30 Sek., ND 1000x
Langzeitbelichtung für Verwischungseffekt, F16, ISO 100, 30 Sek., ND 1000x

Am Abend kochen wir erneut Wildlachs, trinken Bier und Wein. Später sehen wir uns den Film Taken mit Liam Neeson an, da unser Gastgeber zufällig die DVD im Regal stehen hat. Einer der besten Actionfilme der letzten 10 Jahre, wie ich finde.

Ein verdientes Abendessen
Ein verdientes Abendessen
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