Tag 14: Sonnenaufgang, Regen & Portree

/// Fotoausrüstung Sonnenaufgang: Canon EOS 70D, Canon 18-135mm 3,5-5,6 Weitwinkel-Telezoom; Canon 10-18mm 4,5-5,6 Ultraweitwinkel; Canon 75-300mm 4,0-5,6 Telezoom; Mittleres Stativ (Manfrotto Compact); Ersatzakku; 128GB 80mb/s Speicherkarte ///

Kaum schlafen gegangen, stehen wir heute schon wieder um 05:30 Uhr auf, um den Sonnenaufgang zu beobachten. Anfänglich noch von der Müdigkeit übermannt, beschließe ich doch aufzustehen und ziehe alle Jacken an, die ich mitgenommen hatte. Immerhin hatte es letzte Nacht 7°C inkl. leichtem Wind. Den Zwiebellook perfekt inszeniert packe ich meine Kameratasche und sehe draußen bereits die ersten Sonnenstrahlen. Eine meiner Mitreisenden ist bereits auf und wartet am Wegrand, der zu unserem Cottage führt, gebannt auf den Sonnenaufgang. Von unserm Cottage aus haben wir Sicht auf das Meer und die davor liegenden Steilküsten. Darüber befindet sich eine dicke Wolkenschicht. Ich schraube mein Weitwinkelobjektiv auf das Kamerabajonett und die Fotoserie kann beginnen. Nach gefühlten 50 Fotos ist das Spektakel vorbei und die Sonnen ist in der Wolkenschicht verschwunden. Da wir diese Nacht nur grob drei Stunden geschlafen haben, beschließen wir, den Schlaf nachzuholen.

Sonnenaufgang 3 Breckery, Staffin, Isle of Skye
Sonnenaufgang 3 Breckery, Staffin, Isle of Skye

/// Fotoausrüstung Portree: Canon PowerShot 9G X; Ersatzakku; 128GB 80mb/s Speicherkarte ///

Um etwa 10 stehen wir wieder auf und sind froh darüber, den Sonnenaufgang bewundert zu haben. Mittlerweile hat sich der rote Himmel in ein grau gefärbt. Es regnet und der Wind peitscht wieder an die dünnen Fenster des Cottages. Aufgrund des Wetters entscheiden wir uns dazu, heute die mit etwa 2.300 Einwohner größte Stadt von Skye, Portree, anzusehen. Nach etwa 20 Autominuten angekommen und einen Parkplatz gefunden, schlendern wir, aufgrund des nasskalten Wetter mehr oder weniger gemütlich, durch die Straßen der Stadt. Es finden sich Buchläden, Geschäfte für Outdoorbekleidung und Läden mit typischen schottischen Wollwaren wie Schals, Hauben, Pullovern usw. Hervorzuheben ist eine indische Kleiderboutique, das Skye Batiks, welche sehr kreative Kleidung und Stofftiere in buntem und modernen Design anbietet. Portree ist darüber hinaus bekannt für seine bunte Häuserzeile am Hafen. Glücklicherweise konnte hier einige Tage zuvor ein freundliches Foto geschossen werden.

Bunte Häuserzeile von Portree, Isle of Skye
Bunte Häuserzeile von Portree, Isle of Skye

Gegen zwei Uhr packt uns der Hunger und wir beschließen in einem der hiesigen Pubs zu Mittag zu essen. Wir besuchen insgesamt drei Pubs, in allen wird uns aber mitgeteilt, dass wir zu spät für Mittagessen wären. Tatsächlich sind wir aber nicht die einzigen, die gerne noch etwas zu Mittag essen würden. Ein Urlauber nach dem anderen wird abgewiesen.  Hier sollte meines Erachtens die Öffnungszeiten etwas überdacht werden – außer die Wirte wollen sich dieses Geschäft aufgrund ihrer ‚kulturellen Tradition‘ tatsächlich entgehen lassen. Wir genehmigen uns im Relish, ein modern wirkender Delikatessenladen mit Snacks, eine heiße Fischsuppe sowie einige Süßigkeiten und machen uns nach etwa drei Stunden wieder auf den Heimweg.

Zu Hause lassen wir den restlichen Tag gemütlich ausklingen, kochen uns zu Abend und sehen die VHS des ersten James Bond aus dem Jahre 1962 an, Dr. No mit Sean Connery, an, die uns unser Vermieter freundlicherweise zur Verfügung stellt.

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Tag 15: Kilmuir & Dunvegan

/// Fotoausrüstung: Canon EOS 70D, Canon 18-135mm 3,5-5,6 Weitwinkel-Telezoom; Canon 50mm 1,8 Festbrennweite; Canon 10-18mm 4,5-5,6 Ultraweitwinkel; Mittleres Stativ (Manfrotto Compact)Ersatzakku; 128GB 80mb/s Speicherkarte ///

Am kommenden Tag hat sich die Wetterlage leider nicht gebessert. Der Regen kommt aufgrund des starken Windes wieder von der Seite. Etwas demotiviert beschließen wir allerdings trotzdem, was aus dem Tag zu machen. Nach einem ausgewogenen Frühstück packen wir unsere Sandwiches samt Tee in der Thermokanne und machen uns auf den Weg nach Dunvegan. Dunvegan ist eine Ortschaft mit gleichnamiger alten Burg im östlichen Teil von Skye. Wir fahren über Portree, da die Straße hierbei besser ausgebaut und zumindest zweispurig ist. Auf dem Weg halten wir an einem verfallenen Cottage und erkunden einige Minuten die verlassene Gegend.

Ruine eines Cottage, Skye
Ruine eines Cottage, Skye
Schafe im Regen, Skye
Schafe im Regen, Skye

Kurz vor Dunvegan stoßen wir auf den Kilmuir Friedhof samt Ruine einer Kirche. Das Wetter passt zur Stimmung des Friedhofes. Es ist düster, der Himmel grau und leichter Regen prasselt auf uns herab.

 

Argwöhnische Schafe vor dem Kilmuir Friedhof
Argwöhnische Schafe vor dem Kilmuir Friedhof

Vor dem Friedhof beobachten einige Ziegen mit Argwohn unser Näherkommen und flüchten nach einigen Augenblicken. Auf dem Friedhof selbst befinden sich viele beeindruckende Grabdenkmäler des Macleod-Clans. Andächtig lesen wird die Inschriften der Grabsteine. Nach etwa einer Stunde Aufenthalt werden wir vom wieder erstarktem Regen dazu gezwungen, ins Auto zurückzukehren.

Kilmuir Friedhof, Isle of Skye
Kilmuir Friedhof, Isle of Skye

Wir fahren etwa 5 Minuten weiter zum Dunvegan Castle. Da sich rund um das Schloss leider Bäume befinden und es im wahrsten Sinne des Wortes zugewachsen ist, bekommt man von Außen keinen Blick auf die von Postkarten bekannte imposante Festung zu sehen. Wir erfahren, dass dieses darüber hinaus nur vom Wasser her gut einsehbar ist – schade. Da auch in dieser Burg, ähnlich wie bei Eilean Donan, die Besucher mit Reisebussen angefahren werden, verzichten wir auf einen Besuch. Am Parkplatz der Burg befindet sich ein kleiner Geschenke-Shop, in welchem ich mir meine erste schottische Haube aus Schafwolle kaufe. Anschließend fahren wir in die Ortschaft Dunvegan zurück, besuchen kurz den Strand, der aber eher nicht zu empfehlen ist und parken am einzigen Parkplatz des Örtchens. Leider hat der Regen immer noch nicht abgeklungen. Wir erkunden die größere Querstraße des Ortes und lassen uns in der Bio-Konditorei Jann’s Cake nieder. Hier gibt es wundervolle Süßspeisen, allerdings sind die Preise nicht zu verachten. Satt und glücklich machen wir uns zurück auf den Heimweg, wo wir den Abend mit der VHS Bridget Jones gemütlich ausklingen lassen.

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