Tag 4: Oban, Stalker- & Dunstaffnage Castle

/// Fotoausrüstung: Canon EOS 70D, Canon 18-135mm 3,5-5,6 Weitwinkel-Telezoom; Canon 50mm 1,8 Festbrennweite; Canon 10-18mm 4,5-5,6 Ultraweitwinkel; Canon 75-300mm 4,0-5,6 Telezoom; Mittleres Stativ (Manfrotto Compact); Ersatzakku; 128GB 80mb/s Speicherkarte ///

Am ersten Tag in den Highlands machen wir uns auf zur ca. 30km entfernten Stadt Oban, einer der größere der grundsätzlich sehr kleinen Städte in den Highlands. Hier setzen Fähren zu den inneren Hebriden (Inseln rund um Schottland) über. Auf dem Weg nach Oban halten wir öfters um den langen Meerarm ‚Loch Leven‘ anzusehen. Loch Leven ist wie erwähnt kein See sondern mit dem Atlantik verbunden. Am Felsstrand fallen uns hunderte Quallen auf, welche durch die Flut angeschwemmt wurden und auf das zurückkommende Meerwasser warten. Glücklicherweise trocknen sie aufgrund des feuchten und kühlen Wetters nicht aus. Außerdem finden wir auf dem Weg einen alten Friedhof sowie das Stalker Castle, welches bequem von der Straße aus betrachtet und fotografiert werden kann. Schottlandtypisch regnet es heute öfter.

Castle Stalker, Loch Linnhe, Highlands
Castle Stalker, Loch Linnhe, Highlands
Alter Friedhof, 50mm Festbrennweite 1,8
Alter Friedhof, 50mm Festbrennweite 1,8

Nach etwa 45 Minuten Fahrzeit erreichen wir den Ort. Oban ist eine sehr gemütliche kleine Stadt mit eigener Destillerie. Auf dem Hügel befindet sich ein Nachbau des Kolosseums in Rom, der McCaigs Tower. In Oban befindet sich ein größerer Parkplatz, welcher gut beschildert zu erreichten ist. Allerdings ist es nicht einfach, hier einen Platz zu ergattern. Mehr Parkplätze gibt es an den Straßenrändern, kostenpflichtig sind alle. Nach erfolgreicher Parkplatzsuche flanieren wir durch die Bucht, besuchen einige Geschäfte und sehen uns die Fährenanlegestelle an.

Hafen von Oban
Hafen von Oban mit McCaig’s Tower
Möwe im Anflug, Hafen von Oban
Möwe im Anflug, Hafen von Oban

Anschließend besuchen wir das Feinschmeckergeschäft bzw. den Tearoom Kitchen Garden. Im Untergeschoß des Ladens befinden sich Köstlichkeiten wie Käse, Fisch und Wurst. Im Obergeschoß können gemütlich ein Tee mit leckerem Kuchen und Snacks genossen werden. Die Angestellten bedienen uns mit typisch schottischem Dialekt: „Here’s your berry cake“. Außerdem gibt es auch hier Wifi, welches mäßig funktioniert (‚Netgear‘, kein Zugangscode). Nach einer gemütlichen Stunde im warmen machen wir uns auf, um die Heimfahrt anzutreten.

Auf der Rückfahrt besuchen wir das Dunstaffnage Castle and Chapel in der Dunstaffnage-Bay, welche bei unserer Ankunft (nach 5 Uhr) leider bereits geschlossen ist. Allerdings war der wilde Wald hinter der sehr gepflegten Burg noch eindrucksvoller als die Burg selbst. Eine gewaltige, 40m hohe umgefallene Eiche, erregte unsere Aufmerksamkeit. An dieser Stelle möchte ich noch eine kleine Warnung aussprechen, der Besucherparkplatz der Burg wird nach Öffnung geschlossen. So kann dein Auto, wenn es blöd läuft, eingesperrt werden.

Verschlossenes Tor, Dunstaffnage Castle
Verschlossenes Tor, Dunstaffnage Castle

Nach diesem kurzem Abstecher fahren wir in unseren Heimatort und bestellen uns bei Quarrier’s Kitchen Fish & Chips. Der Fisch, ein Haddock (Schellfisch) ist lecker und die Pommes knusprig – und das was zu viel war kann in einem Doggypack eingepackt und mit nach Hause genommen werden. Später sehen wir gegen 9 Uhr den Sonnenuntergang im Loch Leven. Ein gelungener Tag.

Sonneuntergang im Loch Leven, Highlands
Sonnenuntergang im Loch Leven, Highlands
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Tag 7: Oban & Glasdrum Wood

/// Fotoausrüstung: Canon EOS 70D, Canon 18-135mm 3,5-5,6 Weitwinkel-Telezoom; Canon 50mm 1,8 Festbrennweite; Canon 10-18mm 4,5-5,6 Ultraweitwinkel; Canon 75-300mm 4,0-5,6 Telezoom; Mittleres Stativ (Manfrotto Compact); ND bzw. Graufilter, 1000x, 67mm; Ersatzakku; 128GB 80mb/s Speicherkarte ///

Da uns das Hafenstädtchen Oban zwei Tage zuvor auf Anhieb sympathisch war, beschließen wir, dieses nochmals zu besuchen. Auf der ca. 40km andauernden Fahrt halten wir öfters und biegen auch in eine kleine Landstraße ein, welche uns direkt ins Weideland mit Schafen und Hochlandrindern führt. Die Straßen sind eng aber wenig befahren, das Wetter ist schottlandtypisch regnerisch und windig.

Abseits der Hauptstraße: Holzbrücke mit toller Lichteinstrahlung
Abseits der Hauptstraße: Holzbrücke mit toller Lichteinstrahlung
Schottisches Hochlandrind / Highland Cattle
Schottisches Hochlandrind / Highland Cattle

Nach dem kurzen Abstecher auf das Weideland setzen wir unsere Fahrt nach Oban fort, wo wir nach ein wenig Suche einen Parkplatz ergattern (Paralleleinparken links wohl gemerkt). Die erste Station ist die Oban Destillery, in welcher wir uns durch die drei verschiedenen von Oban erzeugten Whiskeys kosten. Allesamt sind rauchig, der eine aber mehr und der andere weniger. Am meisten gefällt die 14 jährige Ausgabe mit einer fruchtigen Note. Anschließend verschlägt es uns noch in ein Whiskey-Geschäft, in einen Outdoor Laden, da ich mir eine Hose zum Joggen kaufen möchte und erneut in den Feinkostladen / Tearoom Kitchen Garden – never Change a winning Team. Nach einigen Stunden Aufenthalt machen wir uns wieder auf die Rückreise nach Ballaculish.

Während der Rückreise halten wir am Meeresarm Loch Creran. Am Rande dieses Meeresarmes befindet sich der Glasdrum Wood. Dabei handelt es sich um einen malerischen wilden Wald, welcher durch einen Wanderweg von geschätzten 2km Länge durchzogen ist. Wir stoßen auf viele kleinen Bäche, riesige Eichen und dornige Büsche. Da wir in den Abendstunden unterwegs sind, lassen die allseits beliebten Midges nicht lange auf sich warten. Gerade die Langzeitbelichtungsfotos werden zur Qual, da ich während der 20 oder 30 Sekunden Belichtung herumfuchteln und -hüpfen muss, damit mich die Midges nicht komplett zermartern – der Mosquitoschutz, welcher sich klugerweise im Auto befindet, wäre angebracht.

Bächlein im Glasdrum Wood, Highlands
Bächlein im Glasdrum Wood, Highlands
Glasdrum Wood, Highlands
Glasdrum Wood, Highlands

Die Fotos am Chip verewigt fahren wir anschließend den Meeresarm aus, welcher zum Teil die Straße überflutet hat. Da wir die Crosscountry-Edition des Volvos temporär unser Eigen nennen, ist uns dies natürlich egal und wir fahren durch das ca. 30-40cm tiefe Wasser – ein Heidenspaß.

V40 auf überfluteter Straße - ein Spaß! - Ausschnitt aus Video.
V40 auf überfluteter Straße – ein Spaß! – Ausschnitt aus Video.

Kurz darauf sehen wir sogar zwei Hirsche, die während der Dämmerstunden ans Wasser kommen. Leider flüchten sie, ehe ich angemessene Bilder machen kann. Gelungen ist lediglich das folgende, etwas unscharfe, Foto.

Hirsch am Wasser, Loch Creran, Highlands
Hirsch am Wasser, Loch Creran, Highlands

Trotzdem speichern wir das Bild in unseren Köpfen ab. Beeindruckt von dieser Szenerie genehmigen wir uns daheim nochmals Fish & Chips mit einem kühlen Bier und einem Glas Wein.

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