Tag 3: Fahrt nach Ballaculish über Stirling & Glen Coe

/// Fototipp: Um meine Kamera in den meistens Situation gleich griffbereit zu haben, schraube ich standardmäßig immer mein ‚Immerdrauf-Objektiv‘, das 18-135mm an die Kamera. Dieses bietet sowohl Weitwinkel aus auch einen gewissen Zoom und fokussiert zuverlässig – eine Kompromisslösung mit angemessener Bildqualität. Da bei Stopps vor allem Landschaftsaufnahme getätigt wurden, eignet sich darüber hinaus das 10-18mm Ultraweitwinkel. ///

Am dritten Tag geht es wieder zum Flughafen, um das reservierte Mietauto abzuholen. Dorthin gelangen wir mit einem überaus freundlichen Taxifahrer, welcher uns für einen unüblich günstigen Preis zum Flughafen bringt. Nach einer kurzen Wartezeit beim Anbieter Hertz können wir unsern Volvo V40 Crosscountry in Schneeweiß abholen – ein tolles Auto. Die Eingewöhnung in den Linksverkehr ist anfangs tückisch, allerdings gewöhnt man sich nach einigen Kilometern an das neue Auto sowie die umgekehrten Verkehrsverhältnisse. Trotzdem sollte die Konzentration nicht schwinden, vor allem die mehrspurigen Kreisverkehre sind mit Vorsicht zu genießen.

Unser Leihwagen: Volvo V40 Crosscountry im Glen Coe-Tal
Unser Leihwagen: Volvo V40 Crosscountry im Glen Coe-Tal

Unser Weg in die Highlands führt uns über Stirling, wo wir unmittelbar beim Stirling-Castle vorbeikommen. Hier kann bequem haltgemacht und die altertümliche Burg, welche sich auf einem Hügel befindet und so die Landschaft überblickt, bestaunt werden. In unserem Fall sind auch noch einige schottische Hochlandrinder zu sehen, die für eine perfekte Idylle sorgen.

Stirling Castle
Stirling Castle

Anschließend führt uns unserer Route Richtung Alexandria am Loch Lomond, einem der größten Seen der Gegend, vorbei. Hier halten wir um die Inverarnan-Falls zu besichtigen.

Inverarnan Waterfalls am Rande der A82
Inverarnan Waterfalls am Rande der A82
River Falloch, Nähe der Inverarnan Falls
River Falloch, Nähe der Inverarnan Falls

Das letzte Stück unseres Weges führ uns durch Glen Coe, dem wohl atemberaubendsten Tal Schottlands.

Glen Coe Tal in den Highlands
Glen Coe Tal in den Highlands

Unser Ziel ist  Ballaculish. Da es in Schottland relativ wenige Verkehrswege gibt und Hauptsaison ist, ist der Weg sehr stark befahren und GB-typisch zum Teil extrem eng. Fingerspitzengefühl ist gefragt, vor allem wenn Reisebusse in Sicht kommen. Um die Landschaft zu bestaunen finden sich allerdings alle paar hundert Meter Ausweichen zum Halten. Weitere Infos zum Glen Coe-Tal folgen in den weiteren Beiträgen (Tag 5 und Tag 9).

Am Abend treffen wir im Ort Ballaculish, einem 666-Seelen-Dorf, ein und beziehen unser Cottage. Das Old Stable Cottage, ein umgebauter ehemaliger Pferdestall, verfügt über ein Erdgeschoß und einen ersten Stock. Im Erdgeschoß sind eine überaus gemütliche Küche, das Badezimmer und das Wohnzimmer untergebracht. Die Küche bietet einen gemütlichen kleinen Esstisch mit zwei Holzbänken, einen voll eingerichteten Kochplatz inkl. Backrohr und Geschirrschpüler und eine Waschmaschine. Eine kleine Randnotiz, die meisten Cottages sind mit Waschmaschinen ausgestattet – die Kleidung kann beim Wandern schonmal etwas schlammig und erdig werden). Im Badezimmer befindet sich eine Badewanne und extra Dusche, im Wohnzimmer warten ein Fernseher, eine Couchgarnitur sowie ein Esstisch auf deren Verwendung. Im ersten Obergeschoß, welches über eine steile mit Teppich überzogene Treppe zu erreichen ist, sind die Schlafzimmer. Geheizt wird das Cottage mit Elektroöfen. Wir fühlen uns sofort zu Hause, da das kleine Häuschen überaus gemütlich eingerichtet ist und sogar eine Vielzahl von Büchern, Videos, DVDs und CDs schön geordnet in den Regalen stehen.

Im Ort Ballaculish befinden sich genau ein Pub, ein Fish & Chips Imbiss (Quarrier’s Kitchen) und ein Supermarkt. Nachdem wir uns im Cottage gestärkt haben, gehen wir ins Pub, um dort gemütlich einen schottischen Whiskey zu trinken. Zu unserer Freude findet heute, am Samstag, eine Feier statt, bei der der ganze Ort anwesend zu sein scheint. Jung und Alt tanzen zur akustischen Livemusik und wir genehmigen uns einen Famous Grouse um sehr günstige 1,80 GBP. Highlands, wir sind hier.

/// Fotoausrüstung: Canon EOS 70D, Canon 18-135mm 3,5-5,6 Weitwinkel-Telezoom; Canon 10-18mm 4,5-5,6 Ultraweitwinkel; Canon 75-300mm 4,0-5,6 Telezoom; Ersatzakku; 128GB 80mb/s Speicherkarte ///

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Tag 7: Oban & Glasdrum Wood

/// Fotoausrüstung: Canon EOS 70D, Canon 18-135mm 3,5-5,6 Weitwinkel-Telezoom; Canon 50mm 1,8 Festbrennweite; Canon 10-18mm 4,5-5,6 Ultraweitwinkel; Canon 75-300mm 4,0-5,6 Telezoom; Mittleres Stativ (Manfrotto Compact); ND bzw. Graufilter, 1000x, 67mm; Ersatzakku; 128GB 80mb/s Speicherkarte ///

Da uns das Hafenstädtchen Oban zwei Tage zuvor auf Anhieb sympathisch war, beschließen wir, dieses nochmals zu besuchen. Auf der ca. 40km andauernden Fahrt halten wir öfters und biegen auch in eine kleine Landstraße ein, welche uns direkt ins Weideland mit Schafen und Hochlandrindern führt. Die Straßen sind eng aber wenig befahren, das Wetter ist schottlandtypisch regnerisch und windig.

Abseits der Hauptstraße: Holzbrücke mit toller Lichteinstrahlung
Abseits der Hauptstraße: Holzbrücke mit toller Lichteinstrahlung
Schottisches Hochlandrind / Highland Cattle
Schottisches Hochlandrind / Highland Cattle

Nach dem kurzen Abstecher auf das Weideland setzen wir unsere Fahrt nach Oban fort, wo wir nach ein wenig Suche einen Parkplatz ergattern (Paralleleinparken links wohl gemerkt). Die erste Station ist die Oban Destillery, in welcher wir uns durch die drei verschiedenen von Oban erzeugten Whiskeys kosten. Allesamt sind rauchig, der eine aber mehr und der andere weniger. Am meisten gefällt die 14 jährige Ausgabe mit einer fruchtigen Note. Anschließend verschlägt es uns noch in ein Whiskey-Geschäft, in einen Outdoor Laden, da ich mir eine Hose zum Joggen kaufen möchte und erneut in den Feinkostladen / Tearoom Kitchen Garden – never Change a winning Team. Nach einigen Stunden Aufenthalt machen wir uns wieder auf die Rückreise nach Ballaculish.

Während der Rückreise halten wir am Meeresarm Loch Creran. Am Rande dieses Meeresarmes befindet sich der Glasdrum Wood. Dabei handelt es sich um einen malerischen wilden Wald, welcher durch einen Wanderweg von geschätzten 2km Länge durchzogen ist. Wir stoßen auf viele kleinen Bäche, riesige Eichen und dornige Büsche. Da wir in den Abendstunden unterwegs sind, lassen die allseits beliebten Midges nicht lange auf sich warten. Gerade die Langzeitbelichtungsfotos werden zur Qual, da ich während der 20 oder 30 Sekunden Belichtung herumfuchteln und -hüpfen muss, damit mich die Midges nicht komplett zermartern – der Mosquitoschutz, welcher sich klugerweise im Auto befindet, wäre angebracht.

Bächlein im Glasdrum Wood, Highlands
Bächlein im Glasdrum Wood, Highlands
Glasdrum Wood, Highlands
Glasdrum Wood, Highlands

Die Fotos am Chip verewigt fahren wir anschließend den Meeresarm aus, welcher zum Teil die Straße überflutet hat. Da wir die Crosscountry-Edition des Volvos temporär unser Eigen nennen, ist uns dies natürlich egal und wir fahren durch das ca. 30-40cm tiefe Wasser – ein Heidenspaß.

V40 auf überfluteter Straße - ein Spaß! - Ausschnitt aus Video.
V40 auf überfluteter Straße – ein Spaß! – Ausschnitt aus Video.

Kurz darauf sehen wir sogar zwei Hirsche, die während der Dämmerstunden ans Wasser kommen. Leider flüchten sie, ehe ich angemessene Bilder machen kann. Gelungen ist lediglich das folgende, etwas unscharfe, Foto.

Hirsch am Wasser, Loch Creran, Highlands
Hirsch am Wasser, Loch Creran, Highlands

Trotzdem speichern wir das Bild in unseren Köpfen ab. Beeindruckt von dieser Szenerie genehmigen wir uns daheim nochmals Fish & Chips mit einem kühlen Bier und einem Glas Wein.

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