Tag 1: Ankunft in Edinburgh

/// Fototipp: Im Flugzeug können während des Starts und der Landung tolle Bilder geschossen werden. Aufgrund des Platzmangels verwende ich hierfür meine Canon PowerShot 9G X, eine Kompaktkamera mit ausgezeichneter Bildqualität. ///

Nach einem kurzen Flug von München über London Heathrow nach Edinburgh landet unser Airbus A319 sanft am Flughafen ‚EDI‘. Die ohnehin kurze Flugzeit konnte dank eines angenehmen Gesprächs mit einem in Thailand lebenden Schotten fortgeschrittenen Alters, welcher seine beiden Söhne in Edinburgh und Wales besucht, verkürzt werden. Inhalte des Gespräches waren geographische Eigenheiten des Landes, interessante Fakten über die schottische Geschichte sowie politische Diskussionen über den EU-Austritt Großbritanniens.

Am Flughafen gelandet konnten wir nach wenigen Minuten Wartezeit die Koffer abholen und den überschaubare Flughafen verlassen. Die Tram, die lediglich 100m entfernt vom Flughafen Richtung Edinburgh abfährt, ist neben dem Bus mit GBP 4,- pro Person eines der günstigsten Verkehrsmittel um in die Innenstadt zu gelangen. Nach ca. einer halben Stunde Fahrt inklusive Wifi mit 100mb Datenvolumen steigen wir im Stadtzentrum (Waverly) aus. Hier befindet sich auch der Hauptbahnhof von Edinburgh. Wir nehmen ein Taxi zur über Booking.com gebuchten Jugendherberge Destiny. Diese ist sehr zu empfehlen, da die Innenstadt sogar zu Fuß nach etwa 15-20 Minuten Gehzeit (ca. 2km) erreicht werden kann. Allerdings können die Zimmer Richtung Hauptstraße für Menschen mit leichtem Schlaf etwas ungut sein, da der Verkehr doch sehr hörbar ist. Außerdem zu anzuraten ist das Pub Black Fox, welches sich nur 200m von unserer Herberge weg befindet. Hier konnten wir den Tag mit einem gemütlichen Abendessen im Pub inkl. leckeren Burgern für Fleischliebhaber und Vegetarier und einem schottischen Lagerbier abschließen.

Ein wohlverdientes Tennents Beer, Black Fox, Edinburgh
Ein wohlverdientes Tennents Beer, Black Fox, Edinburgh

/// Fotoausrüstung: Canon PowerShot 9G X; Ersatzakku; 128GB 80mb/s Speicherkarte ///

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Tag 2: Edinburgh

/// Fototipp: Für Städtetripps verwende ich eine kleine Kameratasche, in welcher ca. 3 Objektive, die Kamera und Zubehör Platz finden. Gerade für Gebäude, sowohl für Innen- als auch Außenaufnahmen, eignen sich Weitwinkelobjektive. Dementsprechend war mein 10-18mm relativ oft im Einsatz. Allerdings ist Vorsicht geboten, da der Weitwinkeleffekt an den Rändern hin (v.a. bei Architektur) sehr unnatürlich aussehen kann. Generell empfehle ich dir, die Ausrüstung so leicht wie möglich zu halten, da sich die Tasche nach einem ganzen Tag doch sehr an die Schulter hängt. ///

Der für Stadterkunder wohl wichtigste Straßenzug in Edinburgh ist die Royal Mile, welche sich vom Edinburgh Castle bishin zum Sitz der Queen erstreckt. Erreicht wird dieser Straßenzug mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, sprich mit roten Doppeldeckerbussen, wie man sie aus englischen Filmen oder London kennt. Bezahlt wird direkt beim Busfahrer, allerdings kann dieser kein Geld wechseln – dieses sollte folglich genau vorliegen. Eine Tageskarte für Erwachsene kostet etwa 4 Pfund, die aktuellen Preise sind draußen, direkt an den Bussen, angeschrieben. Die Buslinien waren m.E. etwas chaotisch, da es sehr sehr viele gibt und die Fahrpläne etwas unübersichtlich sind.

Doppeldeckerbusse in Edinburgh
Doppeldeckerbusse in Edinburgh

Trotzdem konnten wir die Innenstadt gut erreichen. Nach einem Frühstück bei Pret mit Café, Gebäck und Sandwiches geht es auf zur Royal Mile. Diese von Touristen sehr gut besuchte Straße ist umsäumt von Geschäften mit traditioneller schottischer Mode (Karos, Kilts, Schals, etc.), Whiskey-Geschäften, Restaurants und Straßenkünstlern. Hier befinden sich auch diverse, Kirchen wie beispielsweise die Hauptkirche der Church of Scotland, die St. Giles Cathedral. Leider hat diese durch einen vorhandenen Fanartikel-Shop, einem sich in der Kirche befindlichen Café und einem Aufpreis zum Fotografieren doch sehr geschäftstüchtigen Touch.

St. Giles Cathedral
St. Giles Cathedral

Für die Hauptattraktion der Stadt, die Edinburgh-Castle, muss mit 16 Pfund pro Person und einer sehr sehr langen Wartezeit gerechnet werden. Mich persönlich hat die Warteschlange mit ihren vielen schier endlosen Bahnen an das Anstellen einer Attraktion im Disney-World erinnert. Da wir unsere Zeit und unser Geld besser einsetzen wollten, wurde auf einen (innerlichen) Besuch der Burg verzichtet. Vor der Burg haben wir sodann kehrt gemacht und nach einigen Minuten Musikgenuss des Straßenmusikers ‚Publio Delgado‘ die Princess-Street besucht, in der sich ein Park (Princess Street Garden) mit fantastischer Aussicht auf die Burg befindet.

Riesenrad in der Princess Street, Edinburgh
Riesenrad in der Princess Street, Edinburgh

Auch in dieser Gegend sind Attraktionen wie ein Riesenrat, Eisverkäufer, Musikkapellen und Straßenkünstler anzutreffen. Zu empfehlen ist auch das Scott Monument, eine altertümliche Kirche die für 5 Pfund erklimmt werden kann, welche eine fantastische Aussicht auf die Stadt bietet. Allerdings sollte hier niemand unter Klaustrophobie leiden, da alle Besucher durch den selben Gang hinauf und hinunter gehen und es hierbei sehr, wirklich sehr, eng zugehen kann.

Scott Monument, Edinburgh
Scott Monument, Edinburgh

Anschließend zu empfehlen ist ein Besuch der Cockburn Street, welche sich gebogen über den Hügel zur Royal Mile schlängelt. Da wir noch Lust hatten, haben wir am Ende des Tages den Calton Hill bestiegen. Dieser bietet auch eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt – inklusive toller Abendstimmung.

Am Abend war im allseits beliebten Pub Black Fox leider keinen Platz mehr frei, daher haben wir bei einem ansässigen Türken Ada gespeist und das wohl beste vegetarische Moussaka aller Zeiten inklusiver netter und lustiger Bedienung genossen.

/// Fotoausrüstung: Canon EOS 70D, Canon 18-135mm 3,5-5,6 Weitwinkel-Telezoom; Canon 50mm 1,8 Festbrennweite; Canon 10-18mm 4,5-5,6 UltraweitwinkelErsatzakku; 128GB 80mb/s Speicherkarte ///

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Goodbye Scotland

Nach einer unruhigen Nacht stehen wir auf. Die Ungewissheit unseres im Parkhaus eingesperrten Autos hat uns einiges an Schlaf gekostet. Das Parkhaus sperrt offiziell um 10:00 Uhr auf, wir werden es aber schon früher versuchen. Nach einem reichhaltigem Frühstück im Willow Court holt uns unser Taxi pünktlich um 09:15 Uhr ab. Unsere Taxifahrerin ist neu im Geschäft und weiß zu erst nicht, wohin wir wollen. Nach einigen Minuten freundlichen Geplauder erreichen wir aber schließlich das Parkhaus. Zu unserer Verwunderung und Freude ist es bereits um 09:30 Uhr geöffnet. Etwas weniger Stress. Wir zerren die Koffer aus dem Taxi hinein ins Parkhaus und beginnen, das Auto auszuräumen und die Koffer zu packen – wir müssen es schließlich in einer Stunde in Edinburgh wieder zurückgeben. Kurze Zeit später sind wir mit dem Packen fertig, haben die Koffer in den Volvo geschlichtet und die zugegebenermaßen günstigen GBP 2,20 für den Parkplatz bezahlt. Die Rückfahrt zum Flughafen Edinburgh verläuft ohne Probleme und wir können das Auto sogar noch rechtzeitig zurückgeben. Die Sorgen waren umsonst, alles ist glatt gelaufen.

Im Flughafen angekommen checken wir mit dem Smartphone ein und sitzen kurze Zeit später in unserem Airbus A321 Richtung Heathrow und München.

Flughafen Edinburgh
Flughafen Edinburgh

Nachdem wir vom Flugplatz abheben gleiten die letzten 17 Tage an unseren inneren Augen vorbei. Trotz der Kälte, des rauen Windes und der lästigen Midges ist Schottland ein faszinierendes Land. Die Landschaften, die prägende Geschichte und die hilfsbereiten Einheimischen haben uns eine außergewöhnliche Zeit beschert. Noch lange werden wir uns an schroffe Berge, an kraftvolle Wasserfälle und an liebliche Orte erinnern. Sowohl die Stille und Einsamkeit als auch die mit Touristen überladenen Hotspots und natürlich die charismatischen, rauchigen, schottischen Whiskeyes haben sich in unseren Gedächtnissen eingeprägt. Doch eines wird uns ganz besonders in Erinnerung bleiben: Klare Nächte mit Sternen und Sternschnuppen, wie wir sie noch nie zuvor erlebt hatten. Danke für dieses Geschenk.

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